Alternative Heilmethoden

Die Alternative Medizin wird auch als Komplementärmedizin bezeichnet und unterstützt die klassischen, schulmedizinischen Verfahren. Besonders bei Erkrankungen wie Muskel- und Rückenschmerzen, bei denen viele Heildisziplinen zusammenarbeiten und sich ergänzen, ist eine ganzheitliche Sichtweise notwendig. Psychische Probleme und Stress führen zu Verspannungen der Muskulatur, in der Folge zu Fehlhaltungen und schließlich zu Rückenschmerzen. Letztere wiederum verstärken die Stresssymptomatik und der Teufelskreis beginnt.

Schüsslersalze zählen zu alternativen Heilmethoden
Neben Bewegung können auch Schüssler-Salze helfen, Rückenprobleme zu lindern.

Zu den alternativen Heilverfahren gehören unter anderem:

  • Akupunktur, Akupressur
  • Ayurveda
  • Bachblütentherapie
  • Basentherapie
  • Craniosacrale Therapie
  • Bioresonanztherapie
  • Homöopathie
  • Kinesiologie
  • Kryotherapie
  • Orthomolekulare Medizin
  • Osteopathie
  • Phytotherapie
  • Schröpfen, Blutegel
  • Schüssler Salze
  • Spagyrik
  • Spenglersan Kolloid Therapie
  • TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation)

An dieser Stelle sind die Verfahren aufgeführt, die Erfolge in der Therapie von Rückenschmerzen versprechen und diese auch durch Studien belegen können. Man unterscheidet zwischen der empirischen Medizin und der evidenzbasierten Medizin. Bei den empirischen Therapieverfahren liegen Anwendungsbeobachtungen aus der sogenannten Volksmedizin vor.

Diese Verfahren sind seit langer Zeit bewährt. Es existieren aber keine überprüfbaren, medizinischen Studien und die medizinischen Leitlinien erwähnen diese Verfahren nicht oder sprechen ihnen sogar die Wirksamkeit ab.

Für andere alternative Heilverfahren ist die Datenlage besser und es existieren überprüfbare Studien. Diese Verfahren werden dann auch in den Leitlinien genannt und teilweise empfohlen. Bezogen auf Muskel- und Rückenscherzen gilt dies beispielsweise für die Phytotherapie. Heilpflanzenextrakte wie Beinwell werden äußerlich bei Rückenschmerzen angewendet und zeigen eine vergleichbare Wirksamkeit wie chemische Schmerzmittel.

Wiederum existieren Verfahren, bei denen es sowohl Studien mit positiven, als auch mit negativen Aussagen gibt. Dies gilt unter anderem für die Basentherapie, die Homöopathie und die Akupunktur.

Viele der alternativen Therapieformen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht oder nur teilweise getragen. Die privaten Krankenversicherungen sind da großzügiger.
Hippokrates sagte: „wer heilt, hat recht“. Jeder Patient ist mit seinem Rückenschmerz einzigartig.

Es gibt nicht DIE Therapie für DEN Rückenschmerz. Auch die aktuellen Leitlinien für Kreuzschmerzen haben dies anerkannt und betonen, wie wichtig eine Zusammenarbeit aller Disziplinen ist. Diese Erkenntnis kann durchaus dahingehend erweitert werden, dass auch die Komplementärmedizin eine wichtige Säule in der Behandlung von Rückenschmerzen ist.