Tipps für gefährdete Berufsgruppen

August 7, 2015

3 Min.

Ob bedingt durch Rückenschmerzen oder andere Beschwerden – krankheitsbedingte Arbeitsausfälle werden von den Betriebskrankenkassen verzeichnet. Die Tendenz ist steigend: Während beispielsweise im Jahr 2012 noch durchschnittlich 14,6 Krankheitstage pro Arbeitnehmer verzeichnet wurden, waren es 2017 bereits 17,2.1 Auf Platz 1 der Ursachen liegen Verschleißerscheinungen des Muskel- und Skelettsystems. Nicht nur für die Wirtschaft stellt dies ein finanzielles Problem dar – Betroffene selbst sollten hier hellhörig werden und aktiv gegen die Beschwerden vorgehen. Nachstehend finden Sie daher Tipps, um – je nach Berufsgruppe – Ihren Rücken fit zu machen.

Mann im Büro als gefährdete Berufsgruppen für Rückenschmerzen
Einige Berufsgruppen, wie Büroangestellte, sind besonders gefährdet, an Rückenschmerzen zu leiden.

Stehende Berufe, etwa im Friseurhandwerk, leiden besonders unter muskelbedingten Rückenschmerzen. LKW-Fahrer sind ebenfalls vermehrt betroffen, da sie neben einer sitzenden Tätigkeit oftmals noch schwere Lasten heben müssen.

Je nach Beruf können unterschiedliche Rückenerkrankungen auftreten und andere Übungen zur Vorbeugung notwendig sein.

Rückenkrank am Rechner

Wer denkt, dass körperlich anstrengende Berufe an der Spitze stehen, der irrt. Der rückenunfreundlichste Arbeitsplatz ist das Büro. Denn das lange Sitzen begünstigt das Erschlaffen der Muskulatur. Zudem leidet im Büro die tägliche Bewegung – die oftmals geforderten 10.000 Schritt pro Tag erreichen die wenigsten. Kein Wunder also, wenn der Körper unbeweglicher und schwächer wird – und folglich Rückenschmerzen entstehen.
Dagegen muss etwas getan werden. Bereits wenn Büromitarbeiter alle paar Stunden aufstehen und kurze Übungen durchführen, kann Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen wirksam vorgebeugt werden.

Vorbeugung: Den Psoas trainieren

Bei der Prävention von Rückenschmerzen sollten Büroarbeiter auch den Psoas (großer Lendenmuskel) trainieren. Warum? Über alles Wichtige klärt Fitness- & Ernährungsexperte Prof. Dr. Ingo Froböse auf.



Fiese Fliesen

Auf Platz zwei stehen oder besser gesagt knien die Fliesenleger. Rücken- und Gelenkerkrankungen verursachen hier – und in anderen Berufsgruppen aus dem Baugewerbe – die meisten Krankheitsausfälle: Im Jahr 2017 fielen in der genannten Branche durchschnittlich 18,8 Krankheitstage an.1

Problematische Pflege

Je nach Statistik sind die pflegenden Berufe dicht vor oder hinter den Fliesenlegern. Je nach Studie schwanken die Angaben der Betroffenen von Rückenschmerzen zwischen 40 und 76 Prozent aller Pflegekräfte.

Problematisch dabei sind das Heben und das viele Stehen im Beruf.

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Tanja Albert
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Medizinredakteurin
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