Rückenschmerzen – Welcher Arzt ist der Richtige?

Rückenschmerzen sind keine Erkrankung, sondern ein Symptom! Muskelverspannungen, Nervenreizungen oder -entzündungen, Nierenerkrankungen – die Ursachen sind unglaublich vielfältig. Deswegen gibt es nicht DEN Arzt für Rückenprobleme. Je nach der Ursache kann es der Orthopäde, Neurologe, Chiropraktiker oder der Internist sein. Oft haben Rückenschmerzen verschiedene Ursachen, weshalb im Bedarfsfall mehrere Spezialisten gemeinsam einen Therapieplan festlegen.

Laut Gesundheitsmonitor werden 33 Prozent der Rücken-Patienten von Haus- und Allgemeinärzten, 35 Prozent von Orthopäden und 19 Prozent von Ärzten beider Fachrichtungen behandelt. Knapp ein Drittel (27%) der Personen mit Ruückenschmerzen im letzten Jahr nahm in den drei Monaten vor der Befragung eine Behandlung in Anspruch.

Eine Ärztin berät den Patienten wegen seinen Rückenschmerzen
Nach einer hausärztlichen Versorgung wird der Rückenschmerzpatient meist zum Facharzt überwiesen.

Fast zwei Drittel der Deutschen gehen direkt zum Facharzt, ohne sich vom Hausarzt überweisen zu lassen. Am häufigsten werden Orthopäden konsultiert. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Krankenkasse Barmer GEK hervor.

Patientinnen und Patienten können unabhängig von der Schwere der Erkrankung zwischen hausärztlicher Versorgung oder einem Facharzt frei wählen. Wenn Sie einen festen „Hausarzt“ haben, den Sie regelmäßig für Routinekontrollen oder zum Verordnen Ihrer Basismedikation aufsuchen, spricht Vieles dafür, ihn als erste Anlaufstelle zu wählen.

Er stellt Ihnen dann eine Überweisung zu einem Spezialisten aus, mit dem er vertrauensvoll zusammenarbeitet. Es kann auch sein, dass er Sie zuerst zu einem Röntgenfacharzt überweist, der bildgebende Verfahren auswertet und die Therapie dann weiterführt.

Das Vorgehen ist nicht standardisiert, weil die Ursachen so vielfältig sind. Auch Faktoren wie Stress, Übergewicht oder psychische Probleme können Rückenschmerzen auslösen oder begünstigen. So kann es sein, dass auch eine Ernährungsberatung oder eine Psychotherapie empfohlen werden.

Planen Sie bei der Arztwahl auch ein, dass die Wartezeiten bei einem Spezialisten unter Umständen erheblich länger sein können. In Deutschland ist das Gesundheitssystem so geregelt, dass Sie gleich einen Spezialisten aufsuchen können und dafür auch nicht mehr bezahlen müssen. Lediglich einige Zusatzleistungen werden von den Krankenkassen nicht oder nur teilweise getragen. Darauf werden Sie aber vom Arzt hingewiesen.