Bei etwa zehn Prozent der Patienten, die an akuten, unkomplizierten Rückenschmerzen leiden, halten die Beschwerden länger als sechs Wochen an. In einigen Fällen tritt der Schmerz auch erst nach Monaten oder Jahren wieder auf. Die Symptome sind jedoch genauso unangenehm wie beim ersten Mal. Dennoch muss auch in diesem Fall keine dauerhafte Schädigung des Rückens vorhanden sein. 1

Um einem Wiederkehren der Rückenschmerzen (medizinisch: Rezidiv oder rezidivierenden Rückenschmerzen) vorzubeugen, sollten sich Betroffene regelmäßig bewegen und die Muskulatur im Rücken und am Bauch stärken. Dies sollte auch über die akute Schmerzphase hinaus geschehen.

  • Rückenschmerzen vorbeugen – mit Psoas-Training Wird der große Lendenmuskel (Psoas) nicht ausreichend trainiert, kann das Rücken- oder Hüftschmerzen zur Folge haben. Aber wo liegt dieser Muskel? Und wie trainiere ich ihn? Die Antworten kennt Experte Prof. Dr. Ingo Froböse.

Kehren die Schmerzen zurück, hilft erneut vor allem Bewegung, am besten in Kombination mit Entspannungstechniken und dem Erlernen von Stressbewältigungsstrategien. Auch das rückenfreundliche Heben von Lasten sollte verinnerlicht werden. Am effektivsten lernen das Patienten mithilfe eines Teams von Ärzten, Physiotherapeuten und Psychologen. Dies nennt man die sogenannte multimodale Therapie, die heute als bestmögliche Art der Behandlung von Rückenschmerzen gilt.

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Kombination aus körperlichen und seelischen Auslösern


Es gibt einige Faktoren, die darauf hinweisen, dass unspezifische Rückenschmerzen chronisch werden. Dies sind die sogenannten yellow flags (englisch für gelbe Flaggen). Darunter zählen zum Beispiel ein starkes Krankheitsgefühl und Schmerzwahrnehmung oder das Auftreten von radikulären Schmerzen.

Gibt es keine körperlichen Ursachen, die den Schmerz erklären könnten, sollten psycho-soziale Auslöser in Betracht gezogen werden. Denn Rückenschmerz, vor allem wenn er chronisch ist, entsteht aus einer Kombination aus körperlichen und seelischen Einflüssen. Arbeitslosigkeit oder die Neigung zu einer negativen Grundeinstellung oder depressiven Phasen kommen unter anderem als Auslöser in Frage.

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