Büroangestellte und Rückenschmerzen

August 7, 2015

3 Min.

Dass Bauarbeiter häufig von Rückenschmerzen betroffen sind, ist klar. Auch beim Pflegepersonal lässt sich durch die hebenden Tätigkeiten ein Bezug herstellen. Doch wie sieht es bei Angestellten im Büro aus? Hier wird kaum gehoben, getragen und auf Leitern gestiegen. Woher kommen deren Beschwerden?

Eine Büroangestellte die Rückenschmerzen hat
Dauersitzen im Büro belastet den Rücken ungemein. Bewegung nach der Arbeit ist daher unbedingt nötig.

Falsches Verhalten am Arbeitsplatz

Nach Berechnungen des Helmholtz Zentrums München entstand in Deutschland bereits im Jahr 2008 ein volkswirtschaftlicher Schaden von 48,9 Milliarden Euro – und zwar infolge von Rückenschmerzen und damit einhergehenden Krankheitsausfällen.1 Dabei sind es nicht nur rückenbelastende Berufe, wie sie Bauarbeiter oder das Pflegepersonal ausüben, die daran einen Anteil haben – auch Büroangestellte bleiben von Rückenbeschwerden nicht verschont.

Auslöser für solche Probleme ist oftmals ein falsches Verhalten am Arbeitsplatz. Das erste Warnzeichen für eine falsche Arbeitsweise ist der Kopfschmerz, genauer der sogenannte Spannungskopfschmerz. Bei falscher Sitzhaltung oder ungünstiger Monitorposition verspannen sich erst die Schulter- und dann die Nackenmuskulatur. Warum genau es dann zu Kopfschmerzen kommen kann, ist noch nicht ausreichend geklärt. Diskutiert wird beispielsweise, ob Blutabflussstörungen der Venen das Symptom verursachen.

Eine Investition in Lehrgänge über rückenschonende Arbeitsweisen und in ergonomische Gerätschaften wie Stühle, Tische und Monitore könnte sich nicht nur für den Angestellten lohnen – es wäre auch möglich, einen Bruchteil der oben genannten Kosten einzusparen. Jeder Arbeitnehmer kann durch einfache Übungen und Maßnahmen dazu beitragen, dass sich sein Job nicht negativ auf den Rücken auswirkt.

Beim Üben den Psoas nicht vergessen

Wer lange sitzt, erhöht das Risiko, dass der große Lendenmuskel (Psoas) verkümmert – und dies kann zu Rückenschmerzen führen. Was Sie dagegen tun können? Prof. Dr. Ingo Froböse klärt im Gesundheitspodcast auf.



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Tanja Albert
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Medizinredakteurin
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