Rückenschmerzen im unteren Rücken

Januar 28, 2015

4 Min.

Mehr als die Hälfte aller Rückenschmerzpatienten (62 Prozent) leidet unter Beschwerden im unteren Rücken, also im Bereich der Lendenwirbel.1 Demgegenüber haben etwa 36 Prozent der Betroffenen mit Problemen an den Halswirbeln zu kämpfen, während es nur 2 Prozent sind, die Brustwirbelschmerzen verspüren.1 Doch warum sind so viele Menschen von Schmerzen im unteren Rücken betroffen? Lesen Sie nachstehend alles Wichtige zu den Ursachen.

Frau mit Rückenschmerzen im unteren Rücken bzw. Schmerzen am Kreuzbein
Meist sind Muskelverspannungen die Ursache von Rückenschmerzen im unteren Rücken.

Bei Schmerzen des unteren Rückens, die nicht länger als sechs Wochen anhalten, spricht man von einem akuten Rückenschmerz, umgangssprachlich manchmal auch von Kreuzschmerzen. Diese Bezeichnung leitet sich von der räumlichen Nähe zum Kreuzbein ab. Das Kreuzbein ist ein Abschnitt der Wirbelsäule, der aus verschmolzenen Wirbeln besteht und direkt vor dem Steißbein liegt. Aus dem Kreuzbein treten Spinalnerven hervor, die im Lendenwirbelbereich ein dichtes Nervengeflecht bilden (Plexus lumbosacralis), das vor allem das Becken und die Beine versorgt. Dieses Nervengeflecht ist dafür verantwortlich, dass die Region des Kreuzbeins besonders schmerzempfindlich ist.

Häufigster Grund für Schmerzen im unteren Rücken/Kreuzbein

Die Schmerzen sind oft so stark, dass Betroffene glauben, die Wirbelsäule sei ernsthaft beschädigt. In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht so: Die akut aufgetretenen Rückenschmerzen verschwinden nach einigen Tagen von selbst wieder. Mediziner nennen diese deshalb unkomplizierte Rückenschmerzen. Bei solchen sind oftmals Muskelverspannungen oder Muskelzerrungen die Ursache.

Die verspannten Muskeln reizen die umliegenden Nerven und lösen damit die Schmerzen aus. Werden Nerven gereizt, die für weiter entfernt liegende Körperteile verantwortlich sind, kann der Schmerz zum Beispiel ins Bein ausstrahlen, wie dies bei Ischiasbeschwerden der Fall ist.

Die Genesung von unkomplizierten Rückenschmerzen kann man durch Bewegung unterstützen. Mehr als zwei Tage Bettruhe oder absolute Schonung sind eher kontraproduktiv als hilfreich. Leiden Betroffene unter starken Schmerzen oder hindern diese den Patienten, sich zu bewegen, sollte ein Schmerzmittel eingenommen werden. Ein gut verträgliches und schmerzstillendes Medikament ist.

Um zukünftig dem Auftreten von Rückenschmerzen vorzubeugen, sollten Personen, die zu Rückenschmerzen neigen, gezielt Bewegung in ihren Alltag integrieren. Sinnvollerweise sollte die Rückenmuskulatur gestärkt werden, auch wenn die akuten Beschwerden wieder abgeklungen sind.

Weitere Ursachen für Schmerzen im unteren Rücken

In fünf von 1000 Fällen steckt hinter akuten Rückenschmerzen eine ernsthafte Erkrankung als Ursache. Hinweise darauf sind Kreuzschmerzen

  • mit plötzlich zunehmender körperlicher Schwäche
  • mit Taubheitsgefühlen
  • mit Kribbeln
  • mit Lähmungserscheinungen in den Beinen
  • mit der Unfähigkeit, Urin oder Stuhl bei sich zu halten

Treten solche Symptome auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Es handelt sich um Warnhinweise dafür, dass eine ernsthaftere Erkrankung dahinter stecken könnte.

Rückenschmerzen haben viele Gesichter. Welches interessiert Sie? Erfahren Sie hier mehr zu häufigen Arten von Rückenschmerzen.

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Tanja Albert
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Medizinredakteurin
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