Rückenschmerzen durch Zugluft

Unser Körper versucht, sich dauerhaft und konstant auf Betriebstemperatur zu halten, damit die Zellen keinen Schaden nehmen. Weder zu viel Hitze, noch direkte Kälte tun uns gut. Kühlt beispielsweise unsere Muskulatur aus, kann sie verhärten. Sie ist dann verspannt und verweigert ihren Dienst: Ein steifer Nacken ist die schmerzhafte Folge. Rückenschmerzen können also durch Zugluft entstehen.

Einen sogenannten „Zug“ bekommen wir, wenn unsere Muskulatur durch kalte Zugluft zu sehr abkühlt. Die Muskeln verhärten sich und streiken in den betroffenen Körperteilen. Besonders häufig sind Bereiche des Rumpfes betroffen und gerade der Nacken reagiert oft empfindlich auf Zugluft. Es kommt zu Rückenschmerzen.

Die Verspannung von Muskelgruppen im Rückenbereich führt zu einem Ungleichgewicht des Haltungsapparates, denn die Rückenmuskulatur greift mit Bauchmuskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken ineinander und bildet zusammen mit der Wirbelsäule ein komplexes System. Der Schmerz entsteht durch die vielen Nerven, die sich im Rücken befinden und die von der verhärteten Umgebung gereizt werden.

Frau mit Rückenschmerzen furch Zugluft beim Cabrio fahren
Nicht nur beim Cabrio fahren, kann man sich einen Zug im Nacken holen.

Steifer Nacken durch Zugluft

Unser Nacken ist ebenfalls eine Schwachstelle. Dies bemerken wir, wenn wir mit ungeschütztem Nacken im Cabrio fahren oder am offenen Fenster sitzen. Meist hat man am nächsten Tag einen steifen Nacken zu beklagen und Drehbewegungen des Kopfes fallen schwer oder sind nur unter Schmerzen möglich.

Ein einfaches Hilfsmittel dagegen ist das Tragen eines leichten Schals oder eines Halstuchs, aber auch hochgeschlossene oder hochgestellte Krägen können den Nacken vor kalter Zugluft schützen und Rückenschmerzen durch Zugluft vorbeugen.

Rückenschmerzen durch Zugluft behandeln

Schnell wieder ins Lot kommt die Muskulatur bei zugluftbedingten Rückenschmerzen durch Wärme, beispielsweise durch die Behandlung mit einer RotlichtlampeAnzeige, deren warmen Strahl man auf die betroffene Stelle richten kann. Eine klassische WärmflascheAnzeige oder ein erwärmtes KirschkernkissenAnzeige tun ebenfalls gut. Wer gerade nichts dergleichen zur Hand hat – beispielsweise im Urlaub – kann sich warme Kompressen machen:

Dazu ein Tuch in heißes Wasser tauchen und gut auswringen. Legen Sie darüber ein trockenes Handtuch und platzieren Sie die Kompresse auf der Haut.

Auch Wärmepflaster, die man in der Apotheke kaufen kann, sorgen durch ihre Wirkstoffe für eine bessere Durchblutung der Muskulatur. Allerdings sollten Menschen mit Allergieneigung damit etwas zurückhaltend sein. Zudem sollte man die Hände gut waschen, damit der Wirkstoff nicht in die Augen gelangt, er könnte die Augen reizen.

Manchen Menschen hilft auch die lokale Anwendung von Kälte, um Muskelverspannungen zu lösen. Wer keine kalten Kompressen oder Coolpacks zur Hand hat, kann sich auch mit selbstgemachten Kühlakkus behelfen.

Sobald es wieder geht, sollte man wieder in Bewegung kommen und vorbeugend regelmäßig Gymnastik machen.