Was haben Rückenschmerzen mit geschädigten Nerven zu tun?

Rückenschmerzen können vielfältige Ursachen haben: muskuläre Verspannungen, äußerliche Verletzungen, Nervenschädigungen. Bei etwa einem Drittel aller Rückenschmerzpatienten lautet die Diagnose, dass Nervenschädigungen die Ursache der Beschwerden sind. Vor allem bei Ischiasbeschwerden oder bei einem Bandscheibenvorfall können Nerven im Bereich der Wirbelsäule, vor allem der Lendenwirbelsäule, geschädigt werden und die typischen Rückenschmerzen auslösen.

Frau wird von Nerven- oder Rückenschmerzen geplagt
Auch Wirbelblockaden der Halswirbelsäule können eine Nervenschädigung begünstigen.

Ursachen für Rückenschmerzen aufgrund von Nervenschädigungen

Die meisten Rückenschmerzen, die durch Nervenschädigungen bedingt sind, treten im unteren Rücken auf. Dies ist der Bereich der Lebendwirbelsäule und des Kreuzbeins, das über das sogenannte Iliosakralgelenk (auch Kreuzbein-Darmbein-Gelenk genannt) mit dem Becken verbunden ist. Typischerweise treten dort folgende Beschwerden auf, die die Rückenschmerzen verursachen:

  • Wirbelblockade
  • Bandscheibenvorfall
  • Osteoporose beziehungsweise generelle Verschleiß- und Abnutzungserscheinungen (Arthrose)

Auch Wirbelsäulenschäden aufgrund von Fehlhaltungen oder -belastungen können der Grund für Rückenschmerzen in diesem Bereich sein (zum Beispiel bei einem Hohlkreuz).

Wie können Nervenschädigungen im Bereich des Rückens entstehen?

Nervenschädigungen können aufgrund von eingeklemmten oder gequetschten Nerven entstehen. Mögliche Ursachen für derartige Nervenschädigungen könnten ein Bandscheibenvorfall oder Tumore im Bereich der Wirbelsäule sein. Auch Ischiasbeschwerden können hinter dieser Art von Rückenschmerzen stecken.

Bandscheibenvorfall

Die Bandscheiben liegen als eine Art Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln und puffern diese vor Stößen und Erschütterungen ab. Bei einem Bandscheibenvorfall kann eine Bandscheibe diese Aufgabe nicht mehr übernehmen, da die Außenhülle der Bandscheibe eingerissen und das gallertartige Innere der Bandscheibe ausgetreten ist.

Die hervorgequollene Masse schiebt sich in den Wirbelkanal und drückt auf die dort liegenden Nerven, auch Spinalnerven genannt. Dieser Druck auf die Nerven verursacht den Schmerz, der bei einem Bandscheibenvorfall wahrgenommen wird. Der Druck kann sogar so stark sein, dass der betroffene Nerv regelrecht abgequetscht wird. Neben den Schmerzen treten Beweglichkeitsstörungen und Taubheit der Gliedmaßen, vor allem der Beine, als weitere Symptome auf.

Ischiasbeschwerden

Ischiasbeschwerden, in der Fachsprache Ischialgie genannt, treten aufgrund einer Nervenwurzelentzündung des Nervus ischiadicus (= Ischiasnerv) auf. Dies ist der längste Nerv des menschlichen Körpers und zieht sich vom unteren Rücken über das Gesäß bis hin in beide Füße. Liegt eine Ischialgie vor, äußert sich diese in Taubheitsgefühlen und Lähmungserscheinungen in den Beinen.