Tipps für gefährdete Berufsgruppen

Durchschnittlich fehlt der deutsche Arbeitnehmer knapp 13 Tage pro Jahr. Die Hauptursache dafür sind Rücken- und Gelenkschmerzen. Nach einer Studie der Burda-Stiftung beziffert sich der dadurch bedingte Ausfall auf etwa 129 Milliarden Euro im Jahr.

Mann im Büro als gefährdete Berufsgruppen für Rückenschmerzen

Einige Berufsgruppen, wie Büroangestellte, sind besonders gefährdet, an Rückenschmerzen zu leiden.

 

Die Zahl der rückenbedingten Fehltage hat in den vergangenen Jahren weder zu- noch abgenommen. Dies ist das Ergebnis einer in der ÄRZTE ZEITUNG und von der Techniker Krankenkasse durchgeführten Studie. Je nach Studie stehen auch schon mal Chirurgen auf Platz eins der rückenunfreundlichen Berufe.

Vielfach tauchen Ärzte in den Statistiken jedoch weiter unten auf. Dies liegt daran, dass unterschiedliche Studien unterschiedliche Ziele verfolgen. Mal wird die Anzahl der Fehltage gezählt, mal die prozentuale Häufigkeit des Vorkommens oder der Arztbesuche. Dies erklärt auch, warum einige Arztgruppen eigentlich weiter oben stehen müssten, das aber nicht der Fall ist, da sie einen „kurzen Weg“ zu lindernden Medikamenten haben.

Stehende Berufe, etwa im Friseurhandwerk, leiden besonders unter muskelbedingten Rückenschmerzen.

LKW-Fahrer sind ebenfalls vermehrt betroffen. Neben einer sitzenden Tätigkeit sind sie Termindruck ausgesetzt und müssen schwere Lasten heben.

Je nach Beruf können unterschiedliche Rückenerkrankungen auftreten und andere Übungen zur Vorbeugung notwendig sein. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder Betriebsmediziner beraten.

Rückenkrank am Rechner

Wer denkt, dass körperlich anstrengende Berufe an der Spitze stehen, der irrt. Der rückenunfreundlichste Arbeitsplatz ist das Büro. Statistisch gesehen werden hier acht von zehn Mitarbeitern durch ihren Beruf krank.

Bereits wenn Büromitarbeiter alle zwei bis drei Stunden aufstehen und kurze Übungen durchführen, kann Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen wirksam vorgebeugt werden.

Fiese Fliesen

Auf Platz zwei stehen oder besser gesagt knien die Fliesenleger.

Die Rate der Rücken- und Gelenkerkrankungen liegt in diesem Handwerkszweig bei 40 Prozent. Durchschnittlich lassen sich Fliesenleger 19,1 Tage im Jahr krankschreiben, erheblich häufiger als der Durchschnitt.

Problematische Pflege

Je nach Statistik sind die pflegenden Berufe dicht vor oder hinter den Fliesenlegern. Je nach Studie schwanken die Angaben der Betroffenen von Rückenschmerzen zwischen 40 und 76 Prozent aller Pflegekräfte.

Problematisch dabei sind das Heben und das viele Stehen im Beruf.