Ursachen eines Bandscheibenvorfalls

Unsere Wirbelsäule besteht aus 23 Bandscheiben. Diese liegen zwischen den einzelnen Wirbeln, die den sogenannten Wirbelkanal bilden. Der Wirbelkanal ist eine Röhre und wird von Nerven durchzogen, die das Gehirn mit Informationen über unseren Körper und die Außenwelt versorgen. Ebenfalls über diese Nervenbahnen gelangen die Informationen vom Gehirn zurück zu den Organen.

Aufgaben der Bandscheiben

Wirbelsäule eines aufrecht stehenden Menschen.

Die Funktion der Bandscheiben lässt sich mit der eines Stoßdämpfers vergleichen. Ist eine Bandscheibe dauerhaft fehlbelastet oder unterversorgt, reißt die äußere Hülle. Im Inneren sitzt ein gallertartiger Kern, der bei einem Bandscheibenvorfall austreten und in den Wirbelkanal fließen kann.

Dort drückt die Masse auf die Nervenwurzeln (die Anteile der Rückenmarksnerven, die aus dem Wirbelkanal austreten und in den Körper ziehen) und es kommt zum sogenannten Wurzelkompressionssyndrom (compressio, lateinisch = zusammendrücken; Syndrom, medizinisch: mehrere Symptome machen sich gleichzeitig bemerkbar):

Die Nervenwurzel wird gereizt oder geschädigt und schmerzt daher. In manchen Fällen können die Bandscheiben in Folge eines Bandscheibenvorfalls ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Es treten Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen oder Missempfindungen wie Kribbeln oder Brennen auf.

Auslöser eines Bandscheibenvorfalls

Einer der Hauptgründe für Bandscheibenprobleme ist fehlende Aktivität. Denn erst Bewegung sorgt dafür, dass die Bandscheiben mit dem nötigen Wasser und wichtigen Nährstoffen versorgt werden.

Besonders häufiges Sitzen erhöht die Belastung auf die sensiblen Stoßdämpfer und kann somit einen Bandscheibenvorfall begünstigen. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie diesem jedoch entgegenwirken:

  • Ändern Sie häufiger Ihre Sitzposition, sodass Ihre Rückenmuskulatur unterschiedlich beansprucht wird und nicht verkümmert.
  • Stehen Sie zwischendurch immer mal wieder auf, zum Beispiel beim Telefonieren; positiver Nebeneffekt: wenn Sie beim Telefonieren stehen, klingt Ihre Stimme viel dynamischer und wirkt damit komplett anders auf Ihren Telefonpartner.
  • Kleinere Lockerungsübungen wie Schulterkreisen oder einen Katzenbuckel machen, lassen sich auf jedem Bürostuhl und in jeder Umgebung ganz einfach durchführen; schon zwei Minuten am Tag reichen aus, um Ihren Rücken fit zu halten.