Was macht eine rückenfreundliche Haltung aus?

Egal ob beim Zähneputzen, Kochen, Heben oder Tragen, die richtige Haltung kann helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen. Gerade die Tätigkeiten, die man mehrmals täglich ohne nachzudenken macht, sind oft nicht rückenschonend. Die angelernten Bewegungsmuster werden reflexartig durchgeführt.

Überprüfen Sie sich selbst bei Alltagstätigkeiten, beispielsweise beim Bügeln: Machen Sie dabei einen krummen Rücken? Ziehen Sie die Schultern nach oben? Fühlen Sie sich danach verspannt? Mit der richtigen Haltung kann das vermieden werden: Beine in Schrittstellung, die Knie locker, der Rücken gerade, der Hals möglichst gerade und die Schultern locker.

Nehmen Sie es nicht einfach hin, dass Ihnen nach dem Staubsaugen der Rücken schmerzt. Wenn Sie die Knie durchdrücken, den Rücken beugen oder in die Hocke gehen, sind Muskelverspannungen vorprogrammiert. Halten Sie den Rücken gerade, ziehen Sie das Staubsaugerrohr zur Maximallänge aus und nutzen Sie es als Verlängerung Ihres Armes. Bei den richtigen Bewegungsabläufen kann Hausarbeit sogar rückenstärkend sein und ganz nebenbei ein Fitnessprogramm unterstützen.

Unterschied zwischen einer rückenfreundlichen und -unfreundlichen Haltung.

Eine rückenfreundliche Haltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Schultern nach hinten gezogen sind, um einen Rundrücken zu vermeiden.

Tipps für eine gute Haltung:

  • Stehen Sie gerade und aufrecht.
  • Kopf, Schultern, Becken, Hüften, Knie und Füße sind unverdreht.
  • Die Schultern sind breit und entspannt.
  • Becken und Kopf sind aufgerichtet.
  • Die Wirbelsäule ist langgestreckt, der Nacken locker.
  • Die Oberschenkel drehen sich leicht nach außen.
  • Die Knie zeigen nach vorn.
  • Die Füße stehen v-förmig.

Natürlich können Sie nicht immer so stehen bleiben, beim Bewegen wird dieses Haltungsmuster automatisch verändert. Ziel einer rückenschonenden Haltung ist es, dass Gelenke nicht „verdreht“ und Muskeln nicht überdehnt werden.

Die richtige Haltung ist mit der Zeit aber auch einem Wandel und unterschiedlichen Studien unterworfen, die keineswegs immer einheitliche Resultate liefern. Noch vor gar nicht so langer Zeit hielten Sitzbälle in Büros Einzug. Bürostuhl raus, Ball rein.

Nach heutiger Studienlage sind diese Bälle sinnvoll, jedoch als Trainingsgerät und nicht als Büromöbel.
Auch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund hält Sitzbälle im Büro für ungeeignet. Im Gegensatz zu einem Schreibtischstuhl sind die Kugeln nicht verstellbar und lassen sich nicht in der Höhe dem Schreibtisch anpassen.

Nutzen Hilfsmittel, um eine gute Körperhaltung zu erreichen? Hier erfahren Sie alles zu den Hilfsmitteln!