Prävention von Rückenschmerzen beim Sport

Sport ist grundsätzlich gut für Patienten mit Muskel- oder Rückenschmerzen. Er steigert die Fitness, kräftigt – je nach Sportart – die Rückenmuskulatur und verbessert häufig die Beweglichkeit. Selbst in der akuten Phase von Rückenschmerzen ist Bewegung besser als eine strikte Bewegungspause. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Sportart in welcher Phase für Sie geeignet ist.

Gehen, Schwimmen oder Radfahren trainiert die Muskulatur und stärkt damit Ihren Rücken. Es geht dabei nicht um Ausdauersport, sondern um die eigene Beweglichkeit und das Entlasten der Wirbelsäule. Eine Faustregel besagt, dass Anfänger Übungen mit Gewichten zunächst nur zehn Sekunden halten sollten. Anspannung und Entspannung sind das A und O des gesunden Muskelaufbaus.

Weitere Übungen sollten Anfänger und Fortgeschrittene zehn bis zwanzig Mal durchführen, eine Pause einlegen und erneut wiederholen. Neben dem Rückentraining dürfen Bauchmuskelübungen nicht fehlen, denn diese sind eine große Stütze von Wirbelsäule und Rücken.

Vor dem Sport sollte man Dehnübungen zur Prävention von Rückenschmerzen machen
Sport trainiert die Muskulatur, um die Wirbelsäule zu entlasten.

Darauf sollten Sie achten

Vor dem Sport sollten Sie Aufwärm- und Dehnübungen durchführen. Ein besser durchbluteter Muskel ermüdet weniger schnell und erleidet bei einer Überanstrengung weniger und später Schädigungen. Der Muskelkater ist die leichteste Form eines kleinen Muskelschadens. Früher wurde gesagt, dass die Ursache eine Anhäufung von Milchsäure ist. Heute weiß man, dass es beim Muskelkater zu Mikrorissen in der Muskulatur kommt. Diese heilen zwar rasch wieder aus, führen aber zu dem typischen „ziehenden“ Muskelschmerz.

Nach neuen Erkenntnissen ist Aufwärmen effektiver als Dehnen. Also lieber zwei Runden langsam Joggen, als die Beinmuskulatur zu dehnen. Tragen Sie funktionelle Kleidung, sodass der Schweiß schnell verdunsten kann. Durchgeschwitzte Baumwollshirts auf der Haut führen zum Erkalten der Muskulatur.

Nach dem Sport sollten Sie sich und ihrem Rücken eine Ruhepause oder ein warmes Bad gönnen.

Vorsicht: Keine stark durchblutungsfördernden Sportsalben VOR dem Sport auftragen. Diese durchbluten die oberen Hautschichten sehr stark, was zu Lasten der Blutversorgung der tieferen Muskulatur geht.

Magnesiumsalze sind nach neueren Erkenntnissen bei nächtlichen Wadenkrämpfen weitgehend wirkungslos. Sie helfen aber, Mineralstoffverluste beim Sport auszugleichen und Muskelkrämpfe zu vermeiden. Magnesium wirkt auch stressabschirmend und verkürzt die Regenerationsphase. Die entspannende Wirkung auf die Muskulatur ist ideal für Patienten mit Rückenschmerzen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich nicht um Magnesiumsalze in Oxidform handelt, diese werden vom Körper sehr schlecht aufgenommen. Besser sind Citrate oder Carbonate. Am besten, Sie fragen Ihren Apotheker um Rat.

Auch beim Schlafen können Sie mit kleinen Tricks zur Prävention von Rückenschmerzen beitragen. Lesen Sie mehr dazu!