Sport nach der Arbeit? After-Work Sportprogramm für Ihren Rücken

Wer kennt das nicht: Nach einem langen Arbeitstag seinem inneren Schweinehund auf die Couch zu folgen und sich mit ihm das wohlverdiente Ruhepäuschen vor dem Fernseher zu gönnen. Und das schlechte Gewissen? Das verschieben wir auf den nächsten Tag.

Doch gerade im Hinblick auf unser körperliches und seelisches Wohlbefinden sollten wir trotz eines langen Arbeitstages aktiv werden. Unser Körper will schließlich ständig gefordert sein. Den Bewegungsmangel nach einem langen Tag im Büro könne man nicht einfach ignorieren, wissen Sportwissenschaftler. Auf Dauer trägt auch unser Rücken einen Schaden von mangelnder Bewegung: Unsere Bauch- und Rückenmuskulatur wird verkümmern, unsere Bandscheiben austrocknen.

Nur durch regelmäßige Be- und Entlastung können sie mit ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt werden. So behalten sie ihre Funktion als natürliche Stoßdämpfer und drohen nicht, rissig und spröde zu werden: Ein erhebliches Risiko für eine Bandscheibenvorwölbung oder einen Bandscheibenvorfall!

Gruppe beim Sportprogramm nach der Arbeit

Nach Feierabend tut Bewegung nicht nur dem Rücken gut.

Mit dem Rad zum Arbeitsplatz? Ausgleichende Bewegung tut gut

Schon die Hin- und Rückwege können Sie im Arbeitsalltag optimal als ausgleichende Bewegung nutzen. Fahren Sie beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wer im Büro tätig ist, wird im Laufe des Tages viel Zeit im Sitzen verbringen und seinen Rücken belasten.

Der morgendliche Sport und die frische Luft werden Ihnen gut tun und bringen nicht zuletzt den Kreislauf in Schwung! Das After-Work-Radeln belebt und kann den Kopf vom beruflichen Stress befreien. Auch psychische Belastungen können uns nämlich in Form von schmerzenden Verspannungen „im Rücken festsitzen“.

Um den Rücken beim Fahrradfahren nicht falsch zu belasten, müssen die Höhe des Sattels und Lenkers allerdings optimal auf Ihre Größe eingestellt sein. Lassen Sie sich hierfür in einem Fachgeschäft beraten.

Motivationstief? So überwinde ich meinen inneren Schweinehund

Doch was, wenn uns die Motivation verlässt? Wenn wir uns nicht aufraffen können, nach einem langen, stressigen Tag noch körperlich aktiv zu werden? Fahren Sie nach der Arbeit beispielsweise auf direktem Wege zum Sport:

Wer gar nicht erst nach Hause kommt, muss der Versuchung des gemütlichen Sofas auch nicht widerstehen. Auch feste Tage oder Trainingszeiten werden Ihnen helfen, nach der Arbeit regelmäßigen Sport zur Gewohnheit zu machen. Ein Trainingsplan oder Sporttagebuch sind schöne Möglichkeiten, Ihre Ziele zu verfolgen, Erfolge festzuhalten und die Motivation nicht zu verlieren.

Schwimmen, Skaten, Walken: Mit diesen Sportarten tun Sie Ihrem Rücken Gutes

Doch welche Sportarten sind gut für meinen Rücken?

Grundsätzlich gilt: Ausreichend Bewegung jeder Art kann Rückenproblemen vorbeugen und bestehende Beschwerden lindern. Unsere Bauch- und Rumpfmuskulatur wird gestärkt und die Bandscheiben mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt. So können unter anderem Fehlhaltungen und Überbelastungen der Wirbelsäule und der Muskulatur vermieden werden.
Sofern keine schnellen, ruckartigen Bewegungen ausgeführt werden müssen, die die Wirbelsäule verschiedensten Belastungssituationen aussetzt, sollte je nach individuellem Geschmack eine Sportart gewählt werden.
Brustkraulen und Rückenschwimmen gelten als besonders gelenkschonende und rückenfreundliche Sportarten. Wer Brustschwimmen bevorzugt, der sollte darauf achten, den Kopf beim Ausatmen unter Wasser zu halten, um Nackenmuskulatur und Halswirbel nicht zu stark zu beanspruchen.
Auch Inlineskating und Sportarten wie Nordic Walking oder Wandern stärken unseren Rücken. Im Stehen und Gehen werden unsere Bandscheiben übrigens weniger stark belastet als im Sitzen! Durch gezieltes Krafttraining unter medizinischer und sportlicher Beratung im Fitnessstudio können Sie die richtigen Muskelpartien trainieren, um beispielsweise Fehlhaltungen durch einseitige körperliche Tätigkeiten zu korrigieren.

Yogaexperten schieben Rückenprobleme übrigens häufig auf eine schlechte Haltung. Genau hier setzen Ihre Übungen an, die natürlich auch zu Hause durchgeführt werden können. Nebenbei sorgen Yoga und Pilates für innere Ruhe und Entspannung und schaffen einen wohltuenden Ausgleich zum Arbeitsleben. Anfängern empfiehlt es sich, einen Kurs zu besuchen, um richtige Techniken und Übungen zu erlernen.

Es steht außer Frage, dass gezielte Wirbelsäulengymnastik oder der Besuch einer Rückenschule helfen, richtiges Sitzen und Stehen, eine gute Haltung und richtige Hebe- und Tragetechniken zu erlernen. So können Fehlhaltungen und Überbelastungen vermieden, Rückenprobleme vorgebeugt und Beschwerden gelindert werden.